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Titel: Politik und Emotion: Braucht es mehr Nietzsche in der Linken?
Beginn: 02.05.2021 16:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Neue Perspektiven auf die Krise der Linken. Eine philosophische Gesprächsreihe

Teil 2 von 6: Politik und Emotion: Braucht es mehr Nietzsche in der Linken?


In seinen Büchern "Links–Nietzscheanismus. Eine Einführung" (Stuttgart 2020) und "Die Linke neu leben. Thesen für einen linken Nietzsche heute" (Berlin 2019) wirbt der Leipziger Philosoph Paul Stephan für eine verstärkte Würdigung der Strömung des Links–Nietzscheanismus als Bestandteil der Geschichte der linken Bewegung. Eine seiner Kernthesen ist dabei, dass zahlreiche Links-Nietzscheaner/innen wie Gustav Landauer, Emma Goldman, Julius Leber, Wilhelm Reich, Georges Bataille, Ernst Bloch und Herbert Marcuse die Forderung einte, auch in einer linken Politik dem "irrationalen" Moment mehr Gewicht zukommen zulassen. Der emotionalen Seite des Menschen sollte ein größere Bedeutung zukommen, als das in konkurrierenden Ansätzen wie dem Hegel-Marxismus und dem Links-Kantianismus der Fall war. In ihren Faschismus-Analysen diagnostizierten die Links–Nietzscheaner/innen, dass es vor allem die Vernachlässigung des Irrationalen durch die Mehrheitslinke war, die zu ihrer Niederlage und zum Sieg der reaktionären Kräfte geführte habe.

Braucht es also wieder mehr Emotionen in der Politik? Und wie kann es eine linke Politik vermeiden, dass aus den Emotionen Ressentiment entsteht? Gerade in diesen Zeiten der Corona-Krise, in denen eine vermeintlich rationale und von der Vernunft und Wissenschaft geleitete Politik zu neuen sozialen Ungerechtigkeiten führt, scheint es an einer sinnvollen Mobilisierung der Gefühle und des Irrationalen zu fehlen. Der Linken fehlt ein Narrativ der Hoffnung und die Rechte rekrutiert ihre Mitglieder mit dumpfen Ängsten und Hassgefühlen. Kann Nietzsches Philosophie der neuen Morgenröte hier ein Ausweg sein?

Der Philosoph Emanuel Seitz spricht mit Paul Stephan über dessen Bücher vor dem Hintergrund der Frage nach einer Emotionalisierung der Politik von links.


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Mehr Informationen zu den Büchern: http://links-nietzscheanismus.de

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Wie kann die Linke wieder in die Offensive kommen? Diese Frage wollen wir nicht als politische Strategiediskussion aufwerfen, sondern als genuin philosophische: Wie kann das linke Projekt als philosophische Idee im 21. Jahrhunderts reartikuliert werden? Was könnten genuin linke Antworten auf die Herausforderungen der heutigen Gesellschaft sein? Wie könnte man das Bündnis zwischen linken und neoliberalen Kräften schon auf der theoretischen Ebene brechen?

Diese und verwandte Fragen wollen wir ergebnisoffen diskutieren und dabei die ausgetretenen Pfade existierender Theoriedebatten und Feuilletonartikel verlassen: Sie sollen auf ein philosophisches Niveau gehievt werden – und dadurch sollen, sofern das Experiment gelingt, auch ganz neue Handlungsalternativen für die konkrete politische Praxis aufscheinen.
Die Diskussionen finden jeweils als Livestream auf Youtube statt, die Zuschauer/innen können sich über den Chat beteiligen. Man kann sich die Gespräche aber auch im Nachgang noch auf Youtube ansehen.

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Link zum Live-Stream auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=eZXq6NqLw7M

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Link zum vollständigen Ankündigungstext und Programm: http://harp.tf/2021/18/03/neue-perspektiven-auf-die-krise-der-linken-eine-philosophische-gespraechsreihe/
Veranstaltungsort:
Adresse: Live-Stream
04315 Youtube
Veranstalter:
Adresse: Halkyonische Assoziation für radikale Philosophie
Paul Stephan
Telefon:  
E-Mail: harp@riseup.net
Homepage: http://harp.tf
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