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Titel: Zwang zum Glück? Philosophenstaat, Thora und Scharia
Beginn: 22.01.2012 11:00
Karte: Bei Google Maps anzeigen
Beschreibung: Vortrag mit anschließender Diskussion von David Wirmer

Darf man jemanden zu seinem Glück zwingen? Darf es der Staat? Auch in unserer in unserer rechtsstaatlichen und religiös ungebundenen Demokratie erkennen wir in vielen Fällen Vorschriften und Gesetze an, die sich offensichtlich nur aus dem Gedanken der Fürsorge erklären lassen, welche eine bessere Einsicht in das, was für den Einzelnen das Glück bedeutet, mit Hilfe von Zwang durchgesetzt. Es gibt daher in diesem Punkt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen Gesellschaften, die durch ein religiöses Gesetz wie die jüdische Thora oder die islamische Scharia geordnet sind, und Gesellschaften, die sich auf eine sogenannte „freiheitlich demokratische Grundordnung“ berufen. Für sie alle stellt sich die Frage, welche Erkenntnis hinter den Gesetzen steht und wie sie begründet werden. Im Vortrag sollen die Versuche des muslimischen Philosophen Alfarabi (ca. 870-950) und des jüdischen Denkers Maimonides (1138-1204) beleuchtet werden, den Erkenntnisanspruch, aus dem das religiöse Gesetz des Islam bzw. des Judentums seine Legitimität bezieht, mit Hilfe der philosophischen Tradition zu begründen. In welchem Maße ist der „aufgeklärte“ Philosophenstaat Garant des Glücks und Quelle des Zwangs?

Veranstaltungsort:
Adresse: Café Libresso
Fleischmengergasse 29
50676 Köln
Veranstalter:
Adresse: undefined
Karin Farokhifar
Telefon: undefined
E-Mail: karin.farokhifar@int-gip.de
Homepage: http://www.cafelibresso.de

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